Häufigkeit

Osteoporose wird als Erkrankung häufig nicht oder zu spät erkannt: Gefährdet sind vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren, aber in zunehmendem Alter auch Männer. Wirbelbrüche sind die häufigsten osteoporotischen Knochenbrüche. Doch nur ein Drittel dieser Brüche wird vom Arzt richtig diagnostiziert. Deswegen bleibt Osteoporose oft unerkannt, obwohl schon Folgen aufgetreten sind.

Schätzungsweise alle 30 Sekunden erleidet ein Bewohner in der Europäischen Union einen osteoporosebedingten Knochenbruch. Eine von fünf Frauen mit Osteoporose wird innerhalb von nur einem Jahr nach einem Wirbelbruch einen weiteren Bruch erleiden. Die Osteoporose ist eine schnell voranschreitende Krankheit.

Der Knochen ist lebendes Gewebe, das aus einem Fasergerüst, gehärtet durch Kalzium, Phosphor und anderen Mineralien besteht. Seine Struktur setzt sich aus festem kortikalem und porösem trabekulärem Knochen zusammen. Der kortikale Knochen ist die äußere Schicht - eine starke dichte Struktur aus Gewebefasern. Innerhalb dieser äußeren Schicht befindet sich der schwammartige trabekuläre Knochen.

Frakturresistenter Knochen bedeutet starker Knochen. Knochenstärke ist abhängig von der Knochenmasse und der Knochenqualität. Wichtig zur Bestimmung der Knochenstärke ist neben der Knochendichte auch die Knochenqualität.

Eine Vielzahl von Faktoren trägt zur Knochenqualität bei, vor allem die Mikroarchitektur des Knochens, der Knochenumbau - das ausgeglichene Abbauen, Erneuern und mikroskopische Reparieren des Knochengewebes – und die Materialeigenschaften des Knochengewebes.