Hilfe bei Stenose

Zahlreiche Ursachen können eine Einengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose, Vertebrostenose) bewirken. Erbliche Veranlagung kann ein Grund sein. Meist entsteht sie im Laufe des Lebens durch Abnützungserscheinungen an Bandscheibe und Wirbelgelenken. Auch postoperative Veränderungen wie zum Beispiel Narben können zu einer Verengung des Wirbelkanals führen. Manchmal ist auch ein Wirbelgleiten damit verbunden.

Eine Sonderform stellt die Verengung der Halswirbelsäule dar (zervikale Spinalkanalstenose). Sie beschreibt eine Einengung des Wirbelkanals im Bereich der Halswirbelsäule. Es kommt zu einer Diskrepanz zwischen der Größe des Rückenmarks (Myelon) und des Wirbelkanals, der zu klein wird. Die Folgen sind eine Kompression auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln.
Die zervikale Myelopathie (Durchblutungsstörung des Rückenmarks) kann sich klinisch sehr unterschiedlich äußern. Häufig treten Schmerzen an den Armen oder Beinen ebenso wie Nacken- oder Armschmerzen auf. Die Patienten geben oft eine langsam zunehmende Schwäche in den Armen oder Beinen an, so wie eine zunehmende Gangstörung.



Wirbelgleiten ist ein Zeichen für Instabilität der Wirbelsäule. Bei jungen Menschen ist es in der Regel angeboren, bei älteren Patienten hingegen entsteht es durch Abnützung im Laufe der Jahre. Durch Verschleiß werden die Wirbelverbindungen geschwächt und der Zusammenhalt der Wirbel gestört. Verschleiß an der Wirbelsäule bedeutet, dass der Aufbau von Wirbelkörpern, Bandscheiben, Gelenken, Bändern und Muskeln durch Dauerbelastung und Alterung, den Beanspruchungen nicht mehr Stand halten kann und nachgibt. Dadurch kommt es zu Lockerungen im Bereich der Gelenke und Bänder, die dann bei einem entsprechenden Elastizitätsverlust der Bandscheiben und einer Schwäche der Rückenmuskulatur zu einem Abgleiten der Wirbel in den am meisten beanspruchten Segmenten im unteren Lendenwirbelsäulenbereich (zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel) führen.

Darüber hinaus versucht der Organismus, den Verlust an Stabilität durch knöchernen Anbau auszugleichen. Dies führt zu Wucherungen in den Wirbelgelenken, den sogenannten Spondylarthrosen. Dadurch entstehen Veränderungen in den Wirbelkörpern, den sogenannten Spondylosen. Dies kann zusätzlich eine Verengung des Wirbelkanals - eine sogenannte Spinalkanalstenose - bedingen. Bei jungen Menschen ist die häufigste Ursache eines Wirbelgleitens eine Spondylolyse, das heißt eine knöcherne Schwäche bestimmter Wirbelbogenanteile. Dies führt gewöhnlich zu keinen Einengungen des Spinalkanals.