Symptome

Wirbelkörperbrüche gehen mit plötzlich einsetzenden Rückenschmerzen einher. Die Patienten verspüren einen mehr oder weniger starken Ruheschmerz, meist aber starke Bewegungsschmerzen. Bei der Untersuchung besteht ein Druck-, Klopf- und Kompressionsschmerz im Areal des gebrochenen Wirbelkörpers. Im Bereich der Halswirbelsäule kann der Kopf in einer Zwangshaltung verharren, die Bewegung ist eingeschränkt.

Schwieriger wird die Diagnose bei bewusstlosen Patienten. Hier muss eine entsprechende Anamnese beziehungsweise der Unfallhergang immer an eine Wirbelsäulenverletzung denken lassen. Fehlstellungen, Stufenbildung, Seitversatz und Distanzierungen der Dornfortsätze können Hinweise auf eine Verletzung sein. Blutergüsse und Prellmarken sind ebenfalls verdächtig.

Bei einer Verletzung des Rückenmarks oder der Spinalnerven kommt es zu Gefühlsstörungen, Muskelschwächen bis Lähmungen, Blasen-Mastdarmstörungen oder sogar zum Querschnittsyndrom. Eine Sonderrolle nehmen die osteoporotisch und tumorbedingten Wirbelkörperbrüche ein. Diese meist bei Patienten mittleren bis höheren Lebensalters auftretenden Brüche entstehen typischerweise durch kleinste Verletzungen.